Beckenbodentherapie

AGGUP-Konzept

Die durch die AGGUP ausgebildeten Physiotherapeuten widmen sich schwerpunktmäßig den Fachgebieten Gynäkologie, Geburtshilfe, Urologie und Proktologie. Sie besitzen eine spezielle Qualifikation sowohl für die Therapie, Untersuchung (rektal/ vaginal), als auch für die Präventionsarbeit. Weiterbildung wird hier sehr groß geschrieben.

Durch zunehmend funktionelle Erkenntnisse hat sich unsere Arbeit, in den letzten Jahren, sehr verändert. 

Heutzutage wird den anatomischen, sowie physiologischen Zusammenhängen zwischen Beckenboden, Bauch- und Rückenmuskulatur, sowie Zwerchfell, Rechnung getragen.

Die Therapie wird auf den jeweiligen Patienten individuell abgestimmt. Wichtig dabei sind die Atmung, die Haltung und das Alltagsverhalten.

Folgende Störungen werden von mir behandelt:

1. Vorbeugung gynäkologischer, urologischer sowie proktologischer Erkrankungen

  • Verbesserung der Körperhaltung
  • Verbesserung der Körperwahrnehmung
  • Hinführung zu gesundheitsbewußtem Verhalten
  • ökonomischer Einsatz des eigenen Körpers bei Alltagsbelastungen

2. Funktionelle Veränderungen, die sich aus Schwangerschaft und Geburt ergeben

  • Beckenbodendysfunktion
  • Symphysenlockerung
  • LWS- Problematiken
  • ISG- Problematiken
  • Belastungsinkontinenz
  • Akute Organsenkungen
  • Oedeme
  • Episiotomien (Dammschnitt/ Riss)
  • Verletzung der Schließmuskulatur

Physiotherapie sollte hier schon währen der Schwangerschaft, sowie sofort nach der Geburt angewendet werden

  • Funktionsdefizite wie z.B. Rektusdiastase

Symphysen- und Beckenring- Lockerungen können durch angepasste Aktivierung von Muskelgruppen, Schmerzreduktion, sowie ein dosiertes beckenbodenschonendes Training vermindert werden.

3. Beckenbodendysfunktion bei Frauen und Männern

  • Belastungsinkontinenz für Harn und Stuhl
  • Descensus genitalis (Organsenkung)
  • Drang Inkontinenz
  • Fehlverhalten bei der Ausscheidung bei neurologischen Grunderkrankungen

Durch prä- und postoperativer Physiotherapie, bis hin zur späten Rehabilitation, können wichtige Impulse gesetzt werden, die das Operationsergebnis langfristig stabilisieren.

  • Stomaanlage, Rückverlagerung
  • Korrektur von Anlagestörungen
  • Prostata OP's
  • Proktologische OP's

4. Störungen in der Sexualität

  • mangelnde Durchblutung des Beckens
  • Unverständnis und ungünstige Erwartungen

Hier kann durch Aufklärung, Beratung, Information, sowie Beckenbodenaktivierung und Wärmebehandlung geholfen werden.

5. Schmerzen im Becken

  • Vaginismus
  • Anismus
  • Interstitielle Zystitis

Hier kann durch Beckenbodenentspannung, allgemeiner Entspannung (z.B. Schaarschuch- Haase, Jakobsen) Wärmetherapie (Fango/ Heiße Rolle) erfolgreich therapiert werden.

6. Lymphatische Beschwerden

  • bei onkologischen Erkrankungen
  • Bauch- und Becken- OP

Hier wird die normale Lymphdrainage als Therapie eingesetzt

7. Hormonelle Störungen

  • Zyklusstörungen

Hier helfen physikalische Therapien, wie z.B. die heiße Rolle auf Bauch und Kreuzbein, Peloidbäder, Bindegewebsmassage und die Verbesserung der Körperwahrnehmung, besonders in Verbindung mit Bewegung

  • Frauen im Klimakterium

Beratung bei Gewichtsproblemen. Osteoporoseprävention mit gezieltem Kraft- und Ausdauertraining

8. Verstopfung und Haemorrhoiden

Wir arbeiten mit Elementen aus

  • Funktionelle Bewegungslehre
  • Brügger
  • Manuelle Therapie
  • Atemtherapie
  • Aromatherapie
  • Reflexzonentherapie
  • Viscerale Manipulation
  • Psychosomatik
  • Pilates
  • Yoga
  • Manuelle Lympfdrainage

Sowie mit

  • Elektrotherapie
  • Galileo
  • PowerPlate
  • Gerätetraining

Grosemans- Konzept

Hier wird mit strukturellen, visceralen, kraniosakralen und osteopathischen Techniken, Feldenkrais- Ansätze, sowie neuromedizinischen Konzepten therapiert. Ebenfalls werden Drang- Strategien entwickelt.

Behandelt werden: 

  • Funktionsstörungen der Blase
  • weibliche Belastungs- und Dranginkontinenz
  • Inkontinenz nach radikaler Prostatektomie
  • nach Blasenoperationen mit Anlage Ileumblase
  • Z.n. Becken- OP's